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VDMA Elektronik-Fertigungsgeräte erwarten für 2008 fünf Prozent Umsatzplus

13.11.2008 - Die deutschen Hersteller von Maschinen und Anlagen zur Elektronikfertigung rechnen 2008 nach wie vor mit einem Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr von fünf Prozent. Mehrheitlich sinkende Auftragseingänge dämpfen die Erwartungen für 2009 deutlich auf zwei Prozent Zuwachs.

Das breite Spektrum der Rückmeldungen spiegelt die gestiegene Unsicherheit in der Branche. Dies zeigt die brandaktuelle Geschäftsklimaumfrage, eine ad-hoc-Einschätzung unter den Mitgliedern des Fachverbandes Productronic im VDMA, die auf der internationalen Elektronik-Leitmesse "electronica" präsentiert wurde.

Wachsende Unsicherheit 2009

"Die Branchenteilnehmer antworteten trotz gesunkener Wachstumsprognosen in unseren diversen Kundenmärkten zwar weniger dramatisch als erwartet. Die Unsicherheiten für die Entwicklung unserer heterogenen Branche im nächsten Jahr bleiben aber", betont Volker Pape, Vorstand der VISCOM AG und Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Productronic: So meldet immerhin ein Drittel der Befragten gleichbleibende oder bessere Auftragslage als noch vor einem Jahr, nur 16 Prozent sieht sinkende Umsätze für das Jahr 2008. Für 2009 werden sinkende Umsätze von 51 Prozent der Befragten vorhergesehen.


Die Elektronikbranche wuchs 2008 deutlich schwächer, bleibt aber in allen Bereichen – Halbleiterchips, Leiterplatten und andere Elektronikkomponenten – auch 2009 weltweit auf einem Wachstumspfad. "Dennoch ist klar, dass dies Investitionszurückhaltung bei unseren Kunden bedeutet. Diese werden sicher auch bei einer Wiederbelebung des Marktes zuerst Ihre bestehenden Kapazitäten auslasten", sagt Pape. Sogar der kometenhafte Boom des Photovoltaik-Maschinenbaus wird 2009 wohl auf 25 Prozent Wachstum absinken, ist aber sicher für einen Teil der positiven Aspekte der Umfrage verantwortlich.

Die weiteren Einschätzungen aus der Umfrage: Klar entwickelt sich die Arbeitszeit der Beschäftigten: Werden aktuell noch von einem Viertel der Befragten Überstunden gefahren, planen 93 Prozent den Übergang zu normaler Arbeitszeit. Kurzarbeit spielt mit zwei Prozent auch in der Planung keine Rolle. Allerdings planen 37 Prozent der Befragten Stellen abzubauen. Der durchschnittliche Auftragsbestand liegt im Vergleich zur April-Umfrage unverändert bei 3,2 Produktionsmonaten. Die aktuelle Preissituation wird überwiegend mit befriedigend beurteilt, die Ertragssituation sogar mit befriedigend bis gut. Die insgesamt stark gegenläufigen Märkte, gepaart mit der Unsicherheit der Finanzkrise, machen die Vorhersagen für die Entwicklung des Productronic-Marktes derzeit sehr schwierig.

Der Fachverband Productronic im VDMA repräsentiert mit 64 Mitgliedern die gesamte Prozesskette der Elektronikfertigung. Die Mitglieder fertigen Maschinen, Anlagen, Materialien und Komponenten mit denen ein breites Spektrum von Elektronikprodukten hergestellt wird, z.B. Halbleiter („Mikrochips“), Leiterplatten und elektronische Baugruppen, Flachdisplays und Solarpanels (Photovoltaik). Die Productronic-Branche ist Teil einer globalen Industrie, die den Elektronikherstellern erlaubt, ihre High-tech-Produkte in großen Stückzahlen zu fertigen und den Endverbrauchern zu einem günstigen Preis anzubieten. Damit ist sie wesentlicher Teil des Erfolges, Hochtechnologie für jeden erschwinglich zu machen.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt über 3.000 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit aktuell 975.000 Beschäftigten im Inland und einem Produktionsvolumen von 190 Milliarden Euro (2008) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.








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